Und wie sie ihn (hoffentlich) vermeiden!
Die weitaus meisten Rutenbrüche gehen wohl auf das Konto von Un-, dummen Zu- und anderen Unglücksfällen. Mal ehrlich: Wer hat nicht schon mal - oder wenigstens beinahe - eine Rute in der Autotüre eingeklemmt, ist versehentlich drauf getreten oder hat’s ganz einfach beim Hängerlösen übertrieben? Im besten Fall war es eine billige, alte Rute und Ersatz gleich zur Hand, im schlechtesten Fall sind jetzt die Fischerferien im Eimer und eine teure Reparatur steht an.
Wenn konsequent ein paar Grundsätze beachtet werden lassen sich wohl 90% aller Rutenbrüche und mancher verdorbene Tag am Wasser vermeiden. Im Folgenden deshalb einige Tipps und Tricks zum sicheren Umgang mit ihrer Fischerrute inklusive Drill eines Fisches.
Wenn konsequent ein paar Grundsätze beachtet werden lassen sich wohl 90% aller Rutenbrüche und mancher verdorbene Tag am Wasser vermeiden. Im Folgenden deshalb einige Tipps und Tricks zum sicheren Umgang mit ihrer Fischerrute inklusive Drill eines Fisches.
Die 4 eisernen Grundsätze:
Die Rute nie, aber auch gar nie irgendwo flach auf den Boden legen.
Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass einer drauf tritt, im Idealfall sind Sie es sogar selber. In der Nähe findet sich sicher ein Baum, ein Pfahl oder sonst etwas, um die Rute daran anzulehnen.
Türen meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Nie eine Rute im Bereich einer offenen Türe hinstellen. Es sind ausdrücklich auch Autotüren gemeint! Irgend wer schlägt sie bestimmt zu, …..und wenn es der Wind ist.
Beim Gehen schaut die Rutenspitze nach hinten.
Wenn ich mich vergesse und die Rutenspitze den Boden berührt, passiert ausser ein paar Kratzern gar nichts. Schaut sie nach vorn, reicht oft schon der leichteste Bodenkontakt und die feine - oder auch nicht so feine - Spitze ist hin.
Beim Gehen am Hang oder an der Uferböschung die Rute mit der talseitigen Hand halten.
Wenn Sie ausrutschen, verlagern Sie Ihr Gewicht automatisch nach innen und versuchen, sich mit der hangseitigen Hand abzustützen, ……und schon ist es passiert.
Hängerlösen
Viele Ruten gehen beim Lösen von Hängern zu Bruch. Seien Sie deshalb bei Hängern besonders vorsichtig. Sie können es überall nachlesen und jeder weiss es; trotzdem sei es hier einmal mehr gesagt:
Wenn sich ein Hänger durch moderates (!) Schütteln der Rutenspitze nicht lösen lässt, dann ziehen Sie ausschliesslich mit direkt auf den festsitzenden Haken gerichteter Rute an der Schnur, das heisst ohne dass die Rute die leichteste Krümmung aufweist.
Manchmal hilft es, mit geöffnetem Rollenbügel die Schnur am Spulenrand festzuhalten und bei maximaler Spannung blitzartig freizugeben. Passen Sie dabei auf Ihre Finger auf! Durch die sich plötzlich entspannende Schnur löst sich manchmal das Problem und der Haken wird frei. Ansonsten hilft nur das Spannen der Schnur bis zum Zerreissen. Wenn Sie diese Kraftprobe mit gestreckter Rute vollziehen, verlieren Sie wenigstens nicht auch noch Ihre Rute.
Rutenhaltung
Selbst die teuerste, modernste Graphit-Rute gerät an ihre Grenzen, wenn sie während eines Drills über Gebühr belastet wird; der Fisch muss nicht mal gross sein. Nachfolgende Grafik illustriert die verschiedenen Möglichkeiten der Rutenhaltung.
Normalerweise sollte ein Fisch mit einer Rutenhaltung irgendwo zwischen 1 und 3 Uhr gedrillt werden. In diesem Bereich kann die Rute optimal arbeiten und die Fluchten bzw. das Gewicht des Fisches ohne punktuelle Überlastung abfedern.
Je schwerer ein Fisch ist und je näher an ihre Grenzen die Rute gerät, desto tiefer muss sie geführt werden; im Extremfall weist die Rute direkt auf den Fisch. Im Eifer eines Kampfes passiert oft genau das Gegenteil und die Rute steigt höher und höher, bis die Spitze sogar über 12 Uhr hinaus und hinter die Körperachse des Fischers gerät. Jetzt wird die Rutenspitze extrem belastet und es besteht akute Bruchgefahr. Auch bei der Landung halten viele Fischer die Rute zu hoch. Wenn der Fisch bei hochgestreckter Rute im letzten Moment nochmals zu einer Flucht ansetzt, ist es passiert.
Beim Drill eines schweren Fisches die Rute tief halten - 3 Uhr oder tiefer, so wird die Hauptenergie in den unteren, stärksten Teil der Rute eingeleitet. Im Extremfall verfahren wie bei einem Hänger und die Rute direkt auf den Fisch richten. Jetzt kann die Rute zwar nur noch wenig Energie abfedern und Schnur und Rolle werden stark belastet, aber die Rute hält.
Drill
Wenn Sie es mit einem wirklich starken oder besonders halsstarrigen Fisch zu tun haben, der partout nicht will wie Sie wollen, versuchen Sie einmal folgende Tricks:
Zugrichtung wechseln
Wenn sich ein Fisch festsetzt und nicht mehr von der Stelle rührt, hilft es oft, die Richtung zu wechseln, in welcher der Zug der Schnur auf ihn einwirkt. Halten Sie die Rute seitwärts und wechseln Sie von der linken auf die rechte Seite und umgekehrt. Die wechselnde Zugrichtung der Schnur bringt den Fisch häufig dazu, sich zu rühren.

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Drill
Wenn Sie es mit einem wirklich starken oder besonders halsstarrigen Fisch zu tun haben, der partout nicht will wie Sie wollen, versuchen Sie einmal folgende Tricks:
Zugrichtung wechseln
Wenn sich ein Fisch festsetzt und nicht mehr von der Stelle rührt, hilft es oft, die Richtung zu wechseln, in welcher der Zug der Schnur auf ihn einwirkt. Halten Sie die Rute seitwärts und wechseln Sie von der linken auf die rechte Seite und umgekehrt. Die wechselnde Zugrichtung der Schnur bringt den Fisch häufig dazu, sich zu rühren.

Schnur locker lassen
Hat sich ein Fisch unter einem Stein oder in Pflanzen festgesetzt, lassen Sie die Schnur ganz locker und warten einige Zeit. Nicht selten kommt ein Fisch aus seiner Zuflucht, wenn er keinen Zug mehr spürt.
Fisch herausklopfen
Zeigt sich ein Fisch besonders hartnäckig - Aale sind da Spezialisten, halten Sie die Schnur unter starkem Zug und klopfen mit den Fingerknöcheln wiederholt kurz und hart auf den Rutengriff. Nicht selten klopfen Sie so den Fisch aus seinem Unterstand.
Viel Spass und „Petri Heil“!
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Fisch herausklopfen
Zeigt sich ein Fisch besonders hartnäckig - Aale sind da Spezialisten, halten Sie die Schnur unter starkem Zug und klopfen mit den Fingerknöcheln wiederholt kurz und hart auf den Rutengriff. Nicht selten klopfen Sie so den Fisch aus seinem Unterstand.
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Dieser Bericht wurde uns freundlicher Weise von
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